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2011 wird in der Evangelischen Kirche in Deutschland als „Jahr der Taufe“ begangen. Unter dem Motto „Gottesgeschenk“ stellen die evangelischen Landeskirchen im Rheinland und in Westfalen, in Lippe und Hannover die Taufe in den Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit.
In der Taufe schenkt uns Gott seine Liebe und gibt uns Anteil an seinem Leben. Er sagt uns zu: ich, dein Gott, nehme an deinem Leben liebevoll teil – komme, was da wolle. Und ich lade dich ein: nimm auch du an meinem Leben teil und gib meine Liebe weiter.
Martin Luther erinnerte sich in Zeiten persönlicher Anfechtung und Krise: „Ich bin getauft!“: Gott liebt mich. Gott glaubt an mich. Gott hofft auf mich. Ich bin ein freier Mensch!
Gottesgeschenk Taufe ist: Gott schenkt sich dir. Ob Menschen daraus auch heute Kraft und Trost ziehen? Das „Jahr der Taufe“ soll Anlass geben, die geistliche Bedeutung der Taufe neu wahrzunehmen; Eltern ermutigen, ihre Kinder taufen zu lassen; jugendliche und erwachsene Menschen zur Taufe einladen und begleiten. Dazu sollen dienen geistliche Angebote zur Taufvorbereitung, Anregungen zu Tauffesten, Tauferinnerungsfeiern, die die Taufe als Sakrament der Ökumene wahrnehmen, neue Wege für Kinder und deren Eltern, Großeltern und Paten in Glaube und Gemeinde.
Gemeinden, Kirchenkreise und Einrichtungen der Evangelischen Kirche im Rheinland sind eingeladen, sich daran kreativ und innovativ zu beteiligen. Die Webseite taufe.info bietet dazu eine interaktive Plattform.
Näheres dazu finden Sie hier
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Sakramente sind von Gott eingesetzte, sichtbare und wirksame Handlungen. Zu einem Sakrament gehören Wort und Zeichen. Das wichtigste Zeichen der Tauffeier ist das Wasser. Wasser ist das Urelement des Lebens. Wasser kann aber auch eine Bedrohung für das Leben sein. Im Wasser kann Leben untergehen und enden. Die Täuflinge erfahren symbolisch im Wasserritus, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie er durch den Tod zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling, und er "taucht auf" als Mensch des neuen Lebens.
In der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) heißt es in Artikel 76 über die Taufe: "Auf Befehl Jesu Christi und im Vertrauen auf die Gnade Gottes, die allem Erkennen vorausgeht, tauft die Kirche und bezeugt damit die Zueignung der in Christus offenbarten Verheißung Gottes und den Anspruch Gottes auf das Leben der Getauften. Durch die Taufe werden die Getauften zu Gliedern am Leibe Christi berufen und wird ihre Mitgliedschaft in der Kirche begründet."
In der EKiR werden die Taufen im Gemeindegottesdienst gefeiert, um sichtbar und erfahrbar zu machen: Dieser Mensch wird in unsere Gemeinde aufgenommen.
Seit der 1996 getroffenen Vereinbarung zwischen der EKiR und den katholischen Bistümern in Köln, Aachen, Essen, Münster und Trier wird die Taufe in beiden Kirchen anerkannt. Im April 2007 wurde darüber hinaus eine Erklärung von elf deutschen Kirchen zur wechselseitigen Anerkennung der Taufe unterzeichnet. Zu den beteiligten Kirchen gehören nicht nur die römisch-katholische Kirche, sondern auch die orthodoxen Kirchen in Deutschland. Nach dieser ökumenischen Vereinbarung bleibt die Taufe auch bei einem Wechsel von einer zur anderen Kirche gültig.
Dieser Text ist entnommen aus: http://www.ekir.de